Birkenwasser: Der Saft aus der Rinde

By 5. Oktober 2016Produktnews, Voelkel

Für Saft braucht es Früchte? Nicht unbedingt.

Die helle Rinde der Birke sieht nicht nur außergewöhnlich aus, sie hat es auch buchstäblich in sich: Immer im Frühjahr, vor der Blüte, ist Erntezeit für Birkenwasser. Der Saft schmeckt süßlich erfrischend, ist kalorienarm und pur oder mit einem Schuss Fruchtsaft ein echter Genuss. Das Wasser kommt aus dem Boden, wird von den Wurzeln des Baumes gefiltert und dann im Stamm mit Nährstoffen angereichert. Im Frühjahr wird die Birke für kurze Zeit angezapft, das gewonnene Wasser in Holzfässer gefüllt und eingefroren. Das Loch wird direkt danach wieder verschlossen, die Birken bleiben durch das sorgsame Verfahren gesund und behalten genug Wasser für die eigene Versorgung.

Wiederentdeckte Tradition

Die Gewinnung von Birkensaft war früher in ganz Europa weit verbreitet und geriet dann in Westeuropa weitestgehend in Vergessenheit. Vor allem in den ländlichen Gegenden Osteuropas, Skandinaviens, Russlands und Nordchinas blieb die Tradition des Birkenwasser-Zapfens aber erhalten. Kein Wunder: In diesen Regionen der Welt wachsen besonders viele Birken. In Estland ist der Baum mit der oft weißen Rinde der häufigste Laubbaum und Nationalsymbol. Das Birkenwasser von der Naturkostsafterei Voelkel kommt genau da her und findet seinen Weg in schicke Flachen – in den Sorten pur, mit Traube Himbeere und Birne Holunderblüte.

Übrigens: Schon im 18. Jahrhundert hat ein findiger Schwede herausgefunden, wie man aus dem Saft Birkenchampagner herstellt. Bis Silvester wäre noch genug Zeit für einen Selbstversuch!