Drei Fragen an… Andreas Hoppe // Moderator Salus Medienpreis

Seit Januar haben wir darauf hin gearbeitet und konnten es kaum erwarten: Am 5. Oktober 2016 fand in München zum siebenten Mal die Verleihung des Salus Medienpreises statt. Durch den Abend führte der Schauspieler und Moderator Andres Hoppe. Er war ganz zauberhaft und hat der Chefin sogar das Du angeboten.

Die Preisverleihung war unglaublich spannend, weil die zehn nominierten Journalisten, die sich mit Ihrer Arbeit gegen Agro-Gentechnik einsetzen, erst live erfahren haben, wer von ihnen gewinnen wird. Die Preisträger dieses Jahres sind Leo Frühschütz, Volker Barth, Jens Brehl, Anja Banzhaf und Tobias Chmura. Die Stimmung war ausgelassen, und die zahlreichen Gäste waren – wie wir – beeindruckt von den Beiträgen der Journalisten.

Der Abend war ein toller Erfolg, und die Veranstaltung hat viel Lob bekommen. Danke an Salus für diesen tollen Medienpreis, durch den die ökologische Landwirtschaft noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerät. Danke auch an die Blumenfrau Jasmyn Siebenhofer.

Im Vorfeld haben wir Andreas Hoppe interviewt und dabei herausgefunden, woher er seine Liebe zur Natur hat und sich für sie engagiert. Aber lest selbst:

Wie ist Ihr Engagement für Nachhaltigkeit entstanden?

Meine Arbeit als Schauspieler ermöglicht es mir, hier und da Aufmerksamkeit zu erlangen. Ich möchte persönlich etwas tun, und jede Kleinigkeit, die ich bewirken kann, macht mich froh. Mich beeindrucken die nordamerikanischen Indianer und ihre Philosophie sehr. Von ihnen können wir noch einiges lernen. Wir müssen uns wieder bewusst machen, dass wir ein Teil der Erde sind und wir sie nicht zerstören sollten. Deshalb engagiere ich mich. Wir sind mit der Elektronik und virtuellen Welt so verstrickt, dass viele keinen Kontakt zur Natur mehr haben und dadurch vergessen, was zuerst da war.

Woher haben Sie diese Verbindung zur Natur?

Ich bin im Schöneberger Schrebergarten von meinem Opa groß geworden. Außerdem war ich im Kanuverein. Wir waren ständig auf den Berliner Gewässern unterwegs, haben draußen übernachtet, die Inseln und verwilderte Seitenarmen von Flüssen erkundet! Das hat mich stark beeinflusst und dazu beigetragen, dass ich mich der Natur so verbunden fühle.

Wie sind Sie zur Schauspielerei gekommen?

In meiner Familie hatte bisher niemand etwas mit der Schauspielerei zu tun. Meine Eltern hätten es  lieber gesehen, dass ich was Vernünftiges lerne. Aber ich habe in der Schule in einer Chansongruppe gesungen. Da bin ich so hineingerutscht, und das war der Anfang von allem. Und dann habe ich mich an der Hochschule für Musik und Theater Hannover beworben. Von 650 Bewerbern wurden neun angenommen. Da habe ich gedacht, dass muss ich machen. Mein Beruf hat nach wie vor für mich auch immer etwas mit Politik und Gesellschaft zu tun. Früher habe ich geschrieben: Gedichte und Erzählungen. Wäre ich kein Schauspieler geworden, wäre ich wahrscheinlich Erzieher geworden. In dem Bereich habe ich mehrere Jahre gearbeitet.

Vielen Dank für das schöne Gespräch, Herr Hoppe!