ecoTour Neukölln – Nachhaltigkeitstrends in Berlin

By 24. November 2017Allgemein, Weitere Walks

Erneut findet heute eine ecoTour durch die Straßen von Neukölln statt: sieben&siebzig führt 20 Teilnehmer rund um Katharina Reuter und Unternehmensgrün e.V. durch einen der berühmtesten Kieze der Hauptstadt, um dort auf die Suche nach nachhaltigen und ökologischen Konzepten zu gehen. Ziel dabei ist es, einige wichtige Fragen zu beantworten: Wie entwickeln sich im Bezirk nachhaltige Projekte und wie werden diese umgesetzt? Wie steht es um soziale Themen inmitten der voranschreitenden Urbanisierung? Welche Trends lassen sich erkennen und wie können diese aus konsumsoziologischer und ökologischer Sicht bewertet werden?

Multikultureller Bezirk – vielfältige Projekte

Auf der ecoTour werden rund sieben Stationen angelaufen und intensiv beleuchtet. Dabei geht es um die Themen Fair Fashion, Crowdfunding, Stadtentwicklung, Bildung und nachhaltiges Wohnen. So vielfältig wie der Stadtteil sind auch seine Projekte. Die Teilnehmer bekommen so einen umfangreichen Einblick von Neukölln als Bio- und Nachhaltigkeitsstandort.

Startpunkt ist das Café DOTS in der Weserstraße. Hier kommt nur auf den Tisch, was auch zu hundertprozent „Fresh & Organic“, also nachhaltig produziert und bio-zertifiziert ist.

Kiezkino im „Wolf“

Nur einige Schritte entfernt erhalten die Teilnehmer einen tollen Einblick, wie aus leerstehenden und heruntergekommenen Räumen, mit Ideen, Mut und einer erfolgreichen Crowdfunding Kampagne etwas Neues entstehen kann. Das Kiezprojekt „Wolf“ ist ein alternatives Kino, Bar, Café und bietet außerdem Raum für Begegnung und Projekte.

Nachhaltigkeitstrends Coworking und Upcycling

In den Coworking-Räumen von Weserland wird nachhaltiges Arbeiten gelebt, Ressourcen werden geschont und Synergien genutzt. Die gemütliche, familäre Atmosphäre lädt jeden ein, der seiner Kreativität freien Lauf lassen möchte, aber dafür nicht den geeigneten Raum gefunden hat. Hier ist er!

Die nächste Station steht ganz im Zeichen von Upcycling. Deshalb heißt der Laden von Francois Rossier auch so. Er zeigt in seiner Ladenwerkstatt in der Hobrechtstraße wie er und sein Team aus Sperrmüll außergewöhnliche und zeitgemäße Designermöbel herstellen.

Fair Fashion und soziale Projekte

In Zeiten, in denen große Modekonzerne mit verheerenden Produktions- und Arbeitsbedingungen Schlagzeilen machen, ist es wichtig über ein nachhaltiges Konsumverhalten nachzudenken. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigen die Besitzerinnen Katharina Bet und Katrin Hieronimus mit ihrem Kleidungsgeschäft Standard Saubere Sachen.

Die letzte Station der Gruppe ist das Wohnprojekt „Refugio“. Seit Sommer 2015 leben und arbeiten dort Menschen zusammen, die ihre Heimat aus verschiedenen Gründen verlassen mussten.