Drei Fragen an … Dr. Katharina Reuter // Jury Salus-Medienpreis 2017

Dr. Katharina Reuter Jurymitglied Salus-Medienpreis 2017

Die promovierte Agrarökonomin Dr. Katharina Reuter ist das neueste Mitglied der Experten-Jury des Salus-Medienpreises. Dr. Katharina Reuter ist die Geschäftsführerin von UnternehmensGrün e.V., dem ökologisch orientierten Unternehmensverband, der seit 25 Jahren Ökologie und Wirtschaftlichkeit verbindet und dem über 220 Mitglieder angehören. Katharina Reuter ergänzt die Jury des Salus-Medienpreises nicht nur durch ihre Fachkompetenz und ihre Erfahrung, sondern auch durch ihr Herz für Nachhaltigkeit und ökologische Landwirtschaft.

Liebe Katharina, wir freuen uns, dass du in der Jury des Salus-Medienpreises bist. Du hast sicher richtig viel um die Ohren. Wie können wir uns Deinen Joballtag vorstellen?

Zuallererst: Ich liebe meine Arbeit. Diese Mischung aus Politik, Zusammenarbeit mit engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern und der täglichen Prise Weltrettung ist einfach toll.
Unsere Bundesgeschäftsstelle hat ihren Sitz in Berlin-Mitte und ich verbringe 30-40 Stunden im Büro, dazu kommen die Teilnahme an Lobbyterminen, (Abend-) Veranstaltungen und Dienstreisen (Vorträge, Kongresse). Am liebsten arbeite ich an inhaltlichen Fragen, wie wir eine nachhaltige Wirtschaftswende durch politische Rahmenbedingungen flankieren können. Wenn ich im Büro bin, bespreche ich aber auch mit meinen Kolleginnen unsere Projekte im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung oder diskutiere aktuelle politische Prozesse mit dem Vorstand.

Du bist das erste Mal Jurymitglied beim Salus-Medienpreis. Worauf wirst du als Jurymitglied achten, wenn du die eingereichten Beiträge liest und bewertest?

Damit wir nachhaltige Lebensstile weiterverbreiten können, müssen Themen wie Gesundheit und Nachhaltigkeit von den Journalisten so aufbereitet werden, dass sie in den Herzen der Menschen auch ankommen. Besonderes Augenmerk legt der Salus-Medienpreis ja auf die ökologische Landwirtschaft und die Risiken der Agro-Gentechnik – mir sind bei der Bewertung neben fachlicher Tiefe auch Aspekte wie Lesbarkeit wichtig, und dass rüber kommt „was hat das Ganze mit mir zu tun“.

Für wie groß hältst du die Macht der Journalisten bezüglich der Verbesserung der Situation der ökologischen Landwirtschaft? Wünschst du dir mehr Engagement von der Presse oder bist du schon ganz zufrieden?

Es gibt großartige Artikel und Recherchestücke, die Vieles für die Bio-Branche und den Ökolandbau bewegt haben. Immer wieder ja auch Filme und Dokumentationen, die wahlweise den Finger in die Wunde legen (Agrogentechnik, Agrarindustrie) oder aber – auch wichtig – positive Leuchttürme portraitieren. Das brauchen wir, damit wir zeigen können: Ja, Ökolandbau funktioniert, ernährt die Welt und ist rentabel für die Betriebe. Problematisch finde ich die „dunkle Seite der Macht“ –  also die Beeinflussung von Medien durch die geschulten Kommunikationsabteilungen multinationaler Unternehmen oder Konzerne. Wieso werden deren Geschichten so leichtgläubig geteilt?

Eigentlich sind wir es selbst, die es in der Hand haben. Was machst du privat für ein ökologisches und nachhaltiges Leben? Worauf legst Du besonderen Wert?

Bio-Lebensmittel, echter Ökostrom, Bahnfahren. Und: Wir haben unser Haus energetisch saniert, ich freue mich jeden Tag an unseren eigenen Bio-Eiern, habe für den Sommer die #KarmaClassics prosumiert und liebe Naturkosmetik.

 

Fotocredit: Caro Hoene

Möchtest du dich für den Salus-Medienpreis 2017 bewerben? Schau dir einfach die Teilnahmebedingungen an, und schicke uns dann deinen Bewerberbogen und deine Kurzvita. Wir freuen uns schon!